Endspurt in Berlin – Ditterich, Friese und Mosdzien knacken Rekorde

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Heute am dritten Advent gehen die Deutschen Kurzbahn-Meisterschaften in Berlin in ihre letzte Runde. Eine Staffel- und zehn Einzelentscheidungen hat der vierte und finale Wettkampftag zu bieten – kein besinnliches Wettkampfprogramm. Stattdessen gibt es noch einmal jede Menge Action, Spannung und Emotionen im vielleicht schnellsten Wettkampfbecken der Welt zu sehen.

Noch gar nicht in Weihnachtsstimmung zeigte sich heute Morgen Marlene Hüther (SSG Saar Max Ritter). Über 100m Lagen der Frauen lieferte die 19-Jährige in 1:02,01 Minuten die beste Vorlaufleistung ab. Damit startet sie heute Nachmittag im A-Finale auf Bahn vier. Den Titel der Deutsche Junioren-Kurzbahnmeisterin 2017 schnappte sich Lucie Kühn (2001, SSG Leipzig, 1:03,12) vor Zoe Vogelmann (2003, SV Nikar Heidelberg, 1:04,38) und Sára Safrankò (2003, W98 Hannover, 1:04,43).

Den Titel des Deutschen Junioren-Kurzbahnmeisters sicherte sich Peter Varjasi (2000, SG Mittelfranken) in 54,30 Sekunden. Damit belegte er auch Rang zwei in der Offenen Wertung hinter Dominik Franke (SV Waiblingen, 54,27). Junioren-Silber gewann Sebastian Aurelius Beck (2000, SV Würzburg 05, 55,77) vor Paul Reither (2000, SK Neptun Leimen, 55,90).

Den ersten Altersklassenrekord des Tages und den insgesamt 21. dieser DKM markierte die 12-jährige Delara Ditterich (2005, SG EWR Rheinhessen-Mainz) in 4:28,15 über 400m Freistil der Frauen. Ihr fehlen aktuell noch 18 Sekunden auf Isabel Gose (2002, Potsdamer SV), die sich in 4:10,57 überlegen den Deutsche Junioren-Kurzbahnmeistertitel und Bahn vier im A-Finale sicherte. Silber und Bronze gingen an Franka Wilke (2002, SG Essen, 4:19,41) und Giulia Goerigk (2002, SGR Karlsruhe, 4:20,17).

Sören Meißner war heute Morgen über 400m Freistil der Männer in 3:48,10 Schnellster in der Offenen Wertung. Rafael Miroslaw (2001, SG HT16 Hamburg, 3:52,07) gelang dies bei den Junioren vor Nikita Rodenko (2001, SG Mittelfranken, 3:53,78) und Sven Schwarz (2002, W98 Hannover, 3:53,88).

Bereits mit drei DKM-Titeln 2017 dekoriert ist Alexandra Wenk. Die Münchnerin gibt sich damit allerdings noch nicht zufrieden. In den Vorläufen über 100m Schmetterling der Frauen war sie dann auch schon wieder am schnellsten (59,01) unterwegs. Gold bei den Juniorinnen gewann Mareike Ehring (2001, VFL Gladbeck 1921, 1:00,62), Silber Rosalie Kleyboldt (2003, SC Wiesbaden 1911, 1:01,34), Bronze Julia Mäder (2002, SSV Leutzsch, 1:01,44).

Die Junioren-Medaillen bei den Männern räumten Fleming Redemann (2000, SG Gladbeck/Recklinghausen, 52,83 sowie die beiden Dortmunder Luca Nik Armbruster (2001, 53,14) und Lennart Brendler (2001, 54,45) ab. Schnellster des Feldes war allerdings Eric Friese (1999, Potsdamer SV), der den Altersklassenrekord bei den 16-Jährigen auf 52,02 verbesserte.

Anna Elendt (2001, DSW 1912 Darmstadt) ist die alles überragende Brustschwimmerin dieser DKM im Nachwuchsbereich. Ihre DKM-Bilanz bisher: Deutsche Kurzbahnmeisterin 2017 über 50m Brust, Silber über die doppelte Distanz sowie zweimal Gold über diese Strecken in den Junioren-Wertungen, alles jeweils mit Altersklassenrekorde. Diesen Erfolgen fügte die 16-Jährige heute Morgen noch den Junioren-Titel über 200m Brust 2:28,11 hinzu. Maike Jung (2002, Swimteam HedDos, 2:31,60) gewann die Silbermedaille vor Laura Kienapfel (2002, SV Olympia Rostock, 2:33,67), die sich Bronze schnappte. Die deutlich Schnellste des gesamten Feldes war Vanessa Grimberg in 2:25,45. Die Stuttgarterin hat damit beste Chancen sich heute Abend ihren zweiten DKM-Titel 2017 zu gewinnen.

In 2:08,63 schwamm Wassili Kuhn (Potsdamer SV) mit der Top-Zeit ins A-Finale über 200m Brust. Hubert Szablowski (2000, DSW 1912 Darmstadt) gewann in 2:11,93 die Goldmedaille bei den Junioren vor Lucas Matzerath (2000, SG Frankfurt, 2:15,71) und Florian Müller (2001, SV Bayreuth, 2:16,45).

Altersklassenrekorde am Fließband schwimmt momentan auch Lucie Mosdzien (2005, SV Halle / Saale) bei den 12-Jährigen. Heute legte sie in 29,64 über 50m Rücken den nächsten nach. Den Titel bei den Juniorinnen schnappte sich aber Lilo Firkert (2002, 1. Dresdner SG), die in 28,21 die ein Jahr älteren Marlene Hirschberg (2001, DSW 1912 Darmstadt, 28,28) und Annabell Möritz (2001, SV Halle / Saale, 28,40) auf den Silber- und Bronzerang verwies. Am schnellsten sprintete Johanna Roas von der SG Stadtwerke München (27,54) ins A-Finale.

Das letzte Staffelgold der DKM 2017 fischten über 4x50m Freistil Mixed die Wasserfreunde Spandau 04 aus dem Pool. In 1:34,65 setzte sich das Quartett knapp vor den „Lokalrivalen“ vom Berliner TSC (1:34,78) und dem Quartett der SG Dortmund (1:34,92) durch.

Die „unendliche Geschichte“ hat ein „Happy End“ gefunden. Auch das Sprichwort „Aller guten Dinge sind drei“ passt wunderbar auf den erfolgreichen Rekordversuch der SG Mittelfranken von heute im Rahmen der Deutschen Kurzbahn-Meisterschafften in Berlin. In einer Zeit von 1:54,82 markierten Annalena Wagner, Varinka Albert, Lisa Mursak und Helene Schall eine neue nationale Bestmarke für Vereinsstaffeln.

Es war bereits der dritte Versuch der SG innerhalb von vier Wochen den Deutschen Kurzbahn-Rekord über 4x50m Rücken der Frauen zu knacken, und der zweite im Rahmen der DKM, nachdem der Versuch am Donnerstag aufgrund zweier Wechselfehler unglücklich scheiterte.

Dass die vier jungen Damen die Bestmarke angreifen können, bewiesen sie bereits am ersten Tag der DKM, als sie den alten Rekord um mehr als drei Sekunden unterboten hatten, dies leider nicht regelkonform.

Die SG Mittelfranken hatte den ersten Rekordversuch bereits für die Bayerischen Kurzbahnmeisterschaften in Bayreuth (18./19.11.) angekündigt, musste diesen allerdings aus organisatorischen Gründen kurzfristig zurückziehen.

Der alte Deutsche Rekord über 4x50m Rücken der Frauen (Vereinsstaffeln) auf der Kurzbahn lag bei 1:56,94 Minuten und wurde am 13.11.2010 von der SG Stadtwerke München (Alexandra Wenk, Ramona Sulzmann, Veronika Ehrenbauer, Johanna Roas) im Rahmen der Deutschen Kurzbahnmeisterschaften in Wuppertal aufgestellt.


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