Deutsche Kurzbahnmeisterschaften gehen mit Rekordfeuerwerk zu Ende

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Gleich zu Beginn des letzten Abschnitts der DKM 2017 schnappte sich Marlene Hüther (SSG Saar Max Ritter) den Meistertitel über 100m Lagen, nachdem sie über die doppelte Distanz bereits Silber gewonnen hatte. In neuer persönlicher Bestzeit von 1:00,55 Minuten war sie 33/100 schneller als Johanna Roas (SG Stadtwerke München), die in 1:00,97 Silber gewann. Bronze ging an Marie Pietruschka (SSG Leipzig, 1:02,14).

Zu Gold über 100m Lagen Männer schwamm Ramon Klenz (Hamburger SC) in neuer persönlicher Bestzeit von 53,46 Sekunden. Für Klenz war es der zweite DKM-Titel 2017 und die bereits fünfte Medaille. Timo Zwiesigk (Berliner TSC) schlug als Zweiter nach 54,11 an. Mit Bronze belohnte sich Peter Varjasi (2000, SG Mittelfranken) für seinen neuen Altersklassenrekord in 54,16. Der 17-Jährige war damit 7/100 schneller als Markus Deibler vor zehn Jahren. Varjasi hatte zuvor bereits Gold über 50m Brust und Bronze 100m Freistil in der Offenen Klasse gewonnen.

Über 400m Freistil der Frauen brachte Isabel Gose ihren zweiten DKM-Titel 2017 unter Dach und Fach. Überlegen kraulte die 15-Jährige vom Potsdamer SV zu einem neuen Deutschen Altersklassenrekord in 4:06,14. Platz zwei belegte Josephine Tesch vom Berliner TSC in 4:08,79 vor Lil Zyprian (SV Nikar Heidelberg, 4:09,39). Bei Schwimmerinnen konnten sich auch über neue Bestzeiten freuen.

Im B-Finale über 400m Freistil der Männer ließ es der 15-jährige Sven Schwarz ordentlich krachen. In 3:50,87 verbesserte er die nationale Bestmarke seiner Altersklasse fast drei Sekunden. Noch schneller ging es dann natürlich im A-Finale zur Sache. Dafür sorgte vor allem Henning Mühlleitner (Neckarsulmer Sport-Union) mit einer starken Renneinteilung. Er kraulte in 3:42,35 und neuer persönlicher Bestzeit zur Goldmedaille. Auf den Silberrang rettete sich Robin Backhaus (SG Neukölln Berlin), der zunächst das Rennen angeführt hatte, sich dann aber in 3:44,34 geschlagen geben musste. Es war bereits das vierte Edelmetall für Backhaus. Sören Meißner schnappte sich Bronze (3:44,71). Der Würzburger hatte an den vorherigen Tagen schon zwei Silbermedaillen über die langen Freistilstrecken für sich verbucht.

Ganz nach dem Motto „Jeden Tag einen Titel“ gewann Alexandra Wenk über 100m Schmetterling ihr viertes DKM-Gold 2017. Mit einer Zeit von 58,07 Sekunden siegte die Deutsche Rekordhalterin vor Angelina Köhler (2000, Hannover 96). Die 17-Jährige gewann nicht nur Silber, sondern verbesserte in 58,97 auch den Altersklassenrekord um 19/100 Sekunden. Bemerkenswert: Dieser wurde zuvor von Alexandra Wenk gehalten. Auf den Bronzerang schmetterte Lisa Höpink (SG Essen, 59,19) mit einer neuen persönlichen Bestzeit.

Rekordverdächtig spektakulär wurde es im A-Finale über 100m Schmetterling der Männer. Sage und schreibe vier Altersklassenrekorde wurden in diesem einen Endlauf gebrochen. Die schnellste neue Bestmarke kam von Ramon Klenz. Der 19-Jährige gewann Gold in 51,59 Sekunden. Sein zweiter Streich am heutigen Tag. Silber schnappte sich ebenfalls mit Altersklassenrekord Eric Friese (1991, Potsdamer SV, 51,65). Bronze ging an Timo Zwiesigk (Berliner TSC). Rekord Nummer drei markierte Fleming Redemann (2000, SG Gladbeck/Recklinghausen, 52,17) auf Rang vier und auch hinter der Zeit von Luca Nik Armbruster (2001, SG Dortmund, 52,83), der Sechster wurde, leuchtete ein „AR“ auf der Anzeigetafel der SSE. Ein vielleicht einmaliger Anblick, der von dementsprechend vielen Zuschauern in der Halle auf Fotos festgehalten wurde.

Lange Zeit lag auch Vanessa Grimberg auf Rekordkurs. Über 200m Brust schien noch nach 150m ein Angriff auf die deutsche Bestmarke von Caroline Ruhnau (2:20,41) möglich. Am Ende klappte s für die Stuttgarterin nicht ganz. In 2:22,13 schwamm sie trotzdem überlegen ihrem zweiten DKM-Titel entgegen. Silber und Bronze gingen an die beiden Essener Mädels Michelle Lambert (2:24,63) und Delaine Goll (2:25,87). Die 16-jährige Anna Elendt (DSW 1912 Darmstadt) verpasste auf Platz vier ihren nächsten Altersklassenrekord in 2:26,11 nur um 21/100 Sekunden.

Über 200m Brust der Männer wurde der Nachfolger von Marco Koch gesucht, der vor einem Jahr an gleichem Ort bei den Deutschen Kurzbahn-Meisterschaften 2016 zu einem neuen Weltrekord geschwommen war. Sein Erbe – zumindest für ein Jahr – trat in 2:07,67 Ruben Reck (W98 Hannover) an. Auf dem Silberrang erreichte in 2:08,47 Kochs Vereinskollege Hubert Szablowski (DSW 1912 Darmstadt) die Anschlagmatte. Dritter wurde Wassili Kuhn (Potsdamer SV, 2:08,52).

Über 50m Rücken wurden die letzten beiden Titel der DKM 2017 vergeben. Bei den Frauen setzte auch direkt der nächste Rekordhagel ein. Kim Kristin Krüger (2003, SG Dortmund) besorgte in 27,86 eine neue nationale Bestmarke bei den 14-Jährigen und wurde dafür mit der Silbermedaille belohnt. Den zweiten Rekord verbesserte Lilo Firkert (2002, 1. Dresdner SG) in 28,09 auf Rang fünf. Die mit Abstand schnellste Leistung kam aber von der Münchnerin Johanna Roas, die in 27,46 zur verdienten Goldmedaille sprintete. Bronze sicherte sich in 27,93 die 16-jährige Marlene Hirschberg (DSW 1912 Darmstadt).

Die Männerkonkurrenz entschied im letzten DKM-Rennen in 23,84 Andreas Wiesner für sich. Damit komplettierte der Münchner sein DKM-Triple 2017 über die Rückendistanzen. Stark! Silber und Bronze gingen an Ole Braunschweig (SG Neukölln Berlin, 24,15) und Carl Louis Schwarz (Potsdamer SV, 24,17).


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